Studie Jobwahlverhalten, Motivation und Arbeitsplatzzufriedenheit

Deutschlandweit haben sich insgesamt 4.500 Pflegekräfte beteiligt. Darunter sind 3.145 Pfleger/innen aus verschiedensten Krankenhäusern.

Der größte Teil der Befragten ist insgesamt zufrieden mit seiner Berufswahl und tut seine Arbeit generell gerne. Aber was ist, wenn wir genauer hinsehen?

Was ist Pflegekräften besonders wichtig?

Ein unbefristeter Arbeitsvertrages sowie ein sicherer Arbeitsplatz sind fast allen Arbeitnehmern wichtig. Da sind die Pflegekräfte keine Ausnahme. Doch schon im nächsten Faktor zeigt sich, was diesen besonderen Beruf ausmacht: ein guter persönlicher Kontakt zu den Patienten bzw. Zeit für den Menschen - das ist es, was Pflegekräfte motiviert und antreibt. Neben dem persönlichen Kontakt haben die Mitarbeiter auch den Stellenwert und die Wertschätzung der gesamten Berufsgruppe der Pflegenden im Krankenhaus im Blick. Und für die tägliche Arbeit ist den Pflegenden die Anzahl der Kollegen bei der Schichtbesetzung natürlich ein wichtiges Anliegen - ist die Schicht gut und ausreichend besetzt, bleibt mehr Zeit für den Menschen.

Womit sind Pflegekräfte zufrieden?

Über Dreiviertel der Befragten haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag und schätzen ihren Arbeitsplatz als sicher ein. Dazu befinden sich die Arbeitsplätze nah am Wohnort. Damit kann man zufrieden sein! Auch der Spezialisierungsgrad des Krankenhauses und die Selbständigkeit bei der alltäglichen Berufsausübung sind zufriedenstellend für die Pflegerinnen und Pfleger, die bei der Befragung teilgenommen haben.

Wo müssen wir etwas tun?

An den Punkten, die Pflegekräften besonders wichtig sind und mit denen sie gleichzeitig unzufrieden sind. Hier liegen die Aufgaben für die Zukunft, um unsere Mitarbeiter noch zufriedener und den Beruf des/r Gesundheits- und Krankenpflegers/in attraktiver zu machen:

  • Gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Guter persönlicher Kontakt zu Patienten/Zeit für den Menschen
  • Anzahl der Kollegen bei der Schichtbesetzung/Personaldecke
  • Wertschätzung von Leistung auf Tagesebene/Lob und Anerkennung durch Vorgesetzte
  • Stellenwert und Wertschätzung des Pflegepersonals im Krankenhaus
  • Positionierung der Berufsgruppe Pflege in Entscheidungsgremien des Hauses (starke Stellung der Pflegedienstleitung/-direktion)

Wie stehen die Malteser im bundesweiten Vergleich?

15 Fragen aus der Studie der Fachhochschule Münster decken sich mit Fragen aus unserer Mitarbeiterbefragung 2009. Dadurch können wir Malteser uns bundesweit vergleichen und der Vergleich zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg!

  • Unsere Mitarbeiter sind zufriedener wenn es um ausreichend Zeit zur Aufgabenerledigung (25%) oder für die Zuwendung zum Patienten (18%) geht. Auch wenn hier noch viel Platz für eine Entwicklung nach oben ist!
  • Auch mit ihrer Vergütung sind unsere Mitarbeiter zufriedener (63% versus 47%).
  • Das gleiche Bild zeigt sich bei der Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsbereichen, die bei den Maltesern sehr gut funktioniert (88% versus 38%). 
  • Beim Thema Führung sind die Unterschiede sogar besonders groß: Wir freuen uns, dass unsere Mitarbeiter sich in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten so gut von ihren Vorgesetzten unterstützt fühlen (66% versus 38%). Und dass der wertschätzende Umgang miteinander so gepflegt wird (79% versus 32%). Bei uns zählt Nähe auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern!
  • Auch bei wichtigen Rahmenbedingungen der Arbeit sind wir (fast immer) spitze.
Auswertung Rahmenbedingungen Arbeit


Die Ergebnisse der Studie und unserer Mitarbeiterbefragungen haben uns gezeigt, wo wir Malteser stehen und wohin wir noch gehen müssen, um weiterhin gute Pflege leisten zu können. Wir machen uns bereit, kommen Sie doch mit.

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Den gesamten Studienbericht finden Sie auf der Internetseite der Fachhochschule Münster bei Prof. Holger Buxel.

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